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Stay together, act responsible
 
In der Fachgruppe für vernetzte Prävention arbeiten Anbieter präventiver Maßnahmen des Werra-Meißner-Kreises zusammen. Erstmalig haben sich hier die Akteure vor Ort vernetzt und ein inhaltlich aufeinander abgestimmtes Modellprojekt entwickelt.

Die Vernetzungsstruktur wurde geschaffen von der Fachstelle für Suchtprävention, der Beratungsstelle der AWO, von "Allerleirauh - Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch", der Jugendförderung/Jugendbildung des Werra-Meißner-Kreises sowie der Präventionslehrkraft für
Grundschulen am staatlichen Schulamt. Ausgehend von gemeinsamen Grundlagen in der Präventionsarbeit, der Persönlichkeitsentwicklung, der Stärkung der Lebenskompetenzen sowie dem sozialen Lernen ist ein Modellprojekt entstanden, das Elemente aus den jeweiligen Arbeitsbereichen beinhaltet und gemeinschaftlich weiterentwickelt wurde.

Die Leitgedanken des Modellprojektes sind Vernetzung und Nachhaltigkeit.

Um Phänomenen wie Gewalt, Drogen und Sucht, ungewollter Schwangerschaft, sexuellem Missbrauch und Rassismus wirkungsvoll begegnen zu können, sind dauerhafte und verlässliche Kooperationsformen zwischen Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe und Beratungsstellen notwendig. In diesem Zusammenhang ist ein miteinander abgestimmtes Vorgehen mit der Schaffung von Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen unerlässlich.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit beinhaltet die Präventionsarbeit in diesem Modellprojekt  kontinuierliche Angebote über einen Zeitraum von zwei Schuljahren für LehrerInnen, die SchülerInnen und deren Eltern. Sie ist dadurch eingebunden in die Lebenswelten der Beteiligten.

Als Zielgruppe wurde die Jahrgangsstufe 5/6 mit ihren Besonderheiten, insbesondere mit dem  Übergang von der Grundschule zu weiterführenden Schulformen und der damit verbundenen Neuorientierung ausgewählt. Im Sinne einer ganzheitlichen Ausrichtung greifen die vielfältigen Angebote die zentralen Themen dieser Entwicklungsphase wie Pubertät, Abnabelung vom Elternhaus und die Stellung in der Peer-Group auf.

Wie die Erfahrung zeigt, führt der Ausbau vorhandener Ressourcen für den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen und das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren zu einer Entlastung und Stärkung von LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern.